Das Forum gegen Rassismus beschäftigt sich unter anderem mit Rassismus und Diskriminierung am Campus der TU Dortmund, im universitären Kontext und in der Gesellschaft.

Universitäten und Hochschulen sind für uns nicht nur Orte fachlicher Ausbildung, sondern haben auch die Aufgabe gesellschaftlicher und politischer Bildung. Doch auch am Campus findet Diskriminierung statt. Diese ist zum Teil klar und deutlich erkennbar, sei es durch rassistische Seminarinhalte oder abwertende Aussagen in Lehrveranstaltungen; sie besteht aber auch strukturell, in subtilen Handlungen und Haltungen, Benachteiligung oder Bevormundung.

Wir sehen die gegenwärtige Gesellschaft in einem massiven Rechtsruck: Die Konstruktion von Gesellschaftszugehörigkeiten entlang nationalistischer und völkischer Linien schafft die Basis für die Ausgrenzung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Repression gegen Asylsuchende und Migrant*innen und ihre pauschale Stigmatisierung bereitet den folgenden Taten den Boden, Hass und Anschläge auf Geflüchtete werden mit „Asylkritik“ verharmlost, Angriffe auf Jüd*innen mit „legitimer Israelkritik“. Wir sehen einen konservativen Backlash, der Frauen* in klassische Rollenmodelle zurückdrängen will, in dem alternative und queere Lebensmodelle bekämpft werden. In einer ökonomistischeren, kapitalistischen Gesellschaft werden Menschen mit Beeinträchtigungen, wenig Geld, als „weniger profitabel“ be- und damit abgewertet. Rassistische, sexualisierte Gewalt, Gewalt gegen Migrant*innen und Geflüchtete, LGBTI, Arme, Wohnungslose wird gesellschaftlich und institutionell verharmlost.

Wir setzen uns für eine offene Gesellschaft ein und verstehen uns als emanzipatorische Gruppe. Teil unserer Arbeit sind Veranstaltungen zu aktuellen Problemen, zum Einstieg in neue Themenbereiche und zur Weiterbildung – unserer und der anderer. Dazu vernetzen wir uns mit anderen Gruppen und Initiativen am Campus, in Dortmund und darüber hinaus. Mit unseren Aktionen wollen wir Rassismus entgegenwirken und Orte für ein tolerantes und solidarisches Miteinander bieten.

Wir wollen Ansprechpartner*innen sein für alle, die sich in diesen Themenbereichen engagieren (wollen), aber auch für diejenigen, die Opfer rechter Gewalt oder staatlicher Repressionen geworden sind.

Das Forum gegen Rassismus ist eine anerkannte Arbeitsgemeinschaft der Studierendenschaft der TU Dortmund.