Beiträge von Forum gegen Rassismus

Kein Schlussstrich! Demonstration zum Tag X im NSU-Prozess

Kein Schlussstrich Grafik TAG X | 19 Uhr | Dortmund Reinoldikirche
Demonstration am Tag der Urteilsverkündung | Gemeinsam auf die Straße!

Nach mehr als fünf Jahren und mehr als 400 Prozesstagen geht vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. zu Ende. Für das Gericht wird es wohl der Abschluss des NSU-Komplexes sein.

Doch für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte. Auch bleiben wichtige Fragen zur Rolle des Verfassungsschutzes und anderer Ermittlungsbehörden welche dem Nazi-Trio den Weg bereiteten ungeklärt und unangetastet, was für eine demokratische, offene Gesellschaft eine Schelte ins Gesicht darstellt. Darum wollen wir mit Euch am Tag der Urteilsverkündung auf die Straße gehen und sagen: Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären

Mehr Infos: www.facebook.com/keinschlussstrichdortmund

Den gesamten Aufruf dokumentieren wir hier: (mehr…)

Der NSU und institutioneller Rassismus – mit Seda Basay-Yildiz

Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in Dortmund ermordet. Er war das achte Todesopfer des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds. Dass die terroristische Gruppe 13 Jahre lang im Untergrund agieren und zehn Menschen ermorden und mindestens drei Bombenanschläge verüben konnte, liegt auch daran, dass Sicherheits- und Justizbehörden in ihrer Arbeit strukturell versagt haben. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn von strukturellem und institutionellem Rassismus die Rede ist? Und warum richtet sich Aufmerksamkeit so oft auf die Täter_innen und so wenig auf die Opfer? Das erörtert am 23. April Seda Basay-Yildiz, Nebenklagevertreterin der Familie Şimşek im NSU-Prozess, am Campus der TU Dortmund. (mehr…)

Stadtgespräche: Let’s talk about Europe

Flyer Stadtgespräche Unter dem Stichpunkt „Stadtgespräche“ soll es in Zukunft regelmäßig Verstanstaltungen zu politischen und/oder kulturellen Themen geben. Im Vorfeld des Naziaufmarsches am 14. April widmet sich die Gruppe in der Premiere der Stadtgespräche am 7. April dem Thema Europa und der europäischen Krise. Finanzkrise, Brexit, das anhaltende Sterben im Mittelmeer: Europa kriselt und der Rechtspopulismus ist im Aufwind. Welche Antworten haben Linke auf die Krise Europas? (mehr…)

Tag der Solidarität am 4. April 2018

Plakatmotiv zum Gedenken an Mehmet Kubasik Am 4. April jährt sich die Ermordung von Mehmet Kubaşık durch den selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrund. Zum Gedenken an ihn und alle Opfer des NSU-Terrors veranstaltet das Bündnis „Tag der Solidarität“ jedes Jahr eine Demonstration und eine Reihe von Veranstaltungen. Die zentrale Demonstration beginnt am 4. April um 18 Uhr am Tatort, Mallinckrodtstraße 190.

12 Jahre ist es her, dass der Dortmunder aus rassistischen Motiven von Neonazis ermordet wurde. Jahrelang haben Betroffene – Angehörige der Ermordeten, Betroffene der Bombenattentate – darauf hingewiesen, dass die Täter in der rechten Szene zu suchen seien, doch erst als der NSU sich 2011 selbst enttarnte, wurde ihnen Glauben geschenkt.

Das Forum gegen Rassismus ist Teil des Bündnisses „Tag der Solidarität“, das jährlich das Gedenken an Mehmet Kubaşık und alle Opfer des NSU-Terrors organisiert. Der Aufruf des Bündnisses und weitere Informationen sind hier zu finden: tagdersolidaritaet.wordpress.com

Vortrag am 11.1.: Kampf um Katalonien — Demokratische Revolution oder bornierter Regionalismus?

Den vielzitierten Kampf um die Bilder hat die katalanische Unabhängigkeitsbewegung klar für sich entscheiden können. Spanische Polizeieinheiten prügeln auf alte Menschen ein, die nichts tun wollen, als Wahlzettel in eine Urne schmeißen. Aber reicht die Rolle als Underdog um sich mit den Katalanen zu solidarisieren? Was bezwecken diese eigentlich mit der Abspaltung? Ist das noch irgendwie links oder nur dumpfer Nationalismus? (mehr…)

Und nun.

Her mit dem schönen Leben (c) Peer Wenmakers Der Einzug der AfD in den Bundestag muss vor allem bedeuten, Nazis und Rassist*innen noch entschlossener entgegen zu treten, und vor allem solidarisch zu sein mit allen, die als „Fremde“, „Andere“, „weniger-Werte“ wahrgenommen, diskriminiert und ausgeschlossen werden. Den Mund aufmachen, wenn People of Colour bedrängt, angegriffen, beleidigt werden, wenn sie als einzige am Bahnhof kontrolliert werden. Einschreiten, wenn dieses „sich die AFD-Wähler*innen zurückholen“ bedeutet, die Positionen der Rassist*innen zu übernehmen (zum Beispiel, wenn Studiengebühren von Nicht-EU-Ausländer*innen erhoben werden). Wenn andere die Hoheit darüber erringen wollen, wen und wie Menschen lieben, küssen, heiraten oder nicht heiraten dürfen. Widersprechen, wenn sich die Regierung für Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete feiert. Zivilisatorische Grenzen nicht weiter einreißen lassen. Allen, die auf Hass, Abschottung, Menschenfeindlichkeit setzen, immer zeigen, dass sie nicht Recht haben, sie nicht die Mehrheit sind. Es wird schwer, es wird scheiße. Aber es muss sein. (Bild: Peer Wenmakers (CC-BY-SA 3.0))

„Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal“ – Für eine faire Landwirtschaft weltweit

Logo der Aktion 3. Welt Saar„Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal.“ Das ist einer der unausgesprochenen Leitsätze deutscher und europäischer Agrarpolitik. Die Aktion 3. Welt Saar beschäftigt sich mit der ungleichen Verteilung des Reichtums dieser Erde – hier wie in der so genannten 3.Welt – ihr Geschäftsführer Roland Röder zeigt am 21. Juni um 18 Uhr Zusammenhänge zwischen Agrarwirtschaft, globalisierten Märkten und (strukturellem) Rassismus auf.

Billiges Soja aus Paraguay landet im Futtertrog deutscher Milchkühe und hilft den Bauern hier, gerade so über die Runden zu kommen. Die in der EU „billig“ im Überfluss produzierte Milch wird als Milchpulver und Kondensmilch aus deutschen Molkereien u.a. in den Senegal exportiert und zwingt dort Bauern zur Aufgabe ihrer Höfe. So fördern die deutsche und die EU- Agrarpolitik den Hunger in der Welt. Bauern sind in Paraguay, Deutschland und im Senegal trotz unterschiedlicher Entwicklungsniveaus die Letzten, die die Hunde beißen. Ein anderes Wort dafür: Neoliberalismus. Dagegen entsteht Widerstand – auch hier.

„Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal“
am Mittwoch, 21. Juni, um 18 Uhr

im AStA-Seminarraum, EF 50,
Campus Nord, TU Dortmund

Die Aktion 3. Welt Saar

Die Aktion 3.Welt Saar e.V. ist eine allgemeinpolitische Organisation, die bundesweit arbeitet. Ihren Sitz hat sie im Saarland. Im letzten Jahr erhielt Sie für Ihr Agrarprojekt „ERNA goes fair“ von Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds den Ökumenischen Förderpreis. Sie arbeitet mit im Trägerkreis von „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“ und ist Mitveranstalterin der Demonstration „Wir haben es satt“ in Berlin, die jedes Jahr Mitte Januar 20.000 und mehr Menschen anzieht. In ihrer Auswertung „Licht und Schatten, Teil 2“ hat sie auch die
weniger erfreulichen Momente bei dieser Demonstration benannt, z.B. die wüsten Attacken von Veganern auf Bauern, KZ Vergleiche in der Vergangenheit und andere unschöne Momente: http://www.a3wsaar.de/?id=205.

„ERNA goes fair – für eine faire Landwirtschaft weltweit“ steht für ERnährungssicherheit und NAchhaltigkeit und ist eine überregionale Kampagne der Aktion 3.Welt Saar e.V. ERNA vernetzt Milchbauern, Naturschützer, 3. Welt-Engagierte und – bundesweit einzigartig – Gewerkschafter. Mit im Boot sind der Bundesverband Deutscher
Milchviehhalter, der DGB und die NGG. Und weil sich eine bessere Welt nicht kaufen lässt, ist ERNA goes fair kein Verbrauchermitmachprojekt, sondern eine politische Kampagne. ERNA goes fair schreibt in der Jungle World die Gartenkolumne „Krauts und Rüben. Der letzte linke Kleingärtner“.

Infos:
www.a3wsaar.de
www.erna.a3wsaar.de

Vortrag am 10. Mai: Die AFD vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl

Die AfD von der nordrhein-westfälischen Landtagswahl – ein Überblick über das Wirken und Innenleben einer rechtspopulistischen Partei

10. Mai 2017, 18 Uhr, im AStA TU Dortmund

Nach der Landtagswahl am 14. Mai 2017 könnten zwischen 20 und 30 Abgeordnete der AfD im Düsseldorfer Landesparlament sitzen. Bei ihrer Gründung vor etwas mehr als vier Jahren war die selbst ernannte „Alternative für Deutschland“ eine gesellschaftspolitisch konservative und wirtschaftspolitisch neoliberale Partei, die sich zwar rechtspopulistischer Argumentationsweisen bediente, ohne dass dies aber das bestimmende Element der Partei war. Inzwischen ist die AfD zur durchgehend rechtspopulistischen Partei geworden, die ihr Gründungsthema, den Kampf gegen den Euro, längst ergänzt und ersetzt hat durch Parolen gegen Geflüchtete, gegen Islam und gegen eine supranationale Politik. Inzwischen sucht und findet sie die Zusammenarbeit mit extrem rechten Formationen wie der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ oder dem „französischen Front National“. Wer sind die Akteur_innen, die die Rechtsentwicklung der AfD vorangetrieben haben? Und wie ist die stetig weiter nach rechts gedriftete AfD kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen aufgestellt?
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Vortrag am 2.3.: Anleitung gegen den Rechtsruck – Argumente gegen AfD und Co

In der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) sammeln sich die Kräfte, die mehr gruppenbezogene Ungleichheit herstellen wollen: Neoliberalismus, christlicher Fundamentalismus, völkischer Nationalismus. Im Vortrag wird Soziologe und Publizist Andreas Kemper auf die Ideologien und Netzwerke der AfD eingehen, so wie auf die Frage, wie gegen die AfD argumentiert werden kann, wenn doch den Bewegungen von Pegida über AfD bis zu den Trump-Unterstützer*innen mit sachlichen Argumenten kaum beizukommen ist.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Am 2. März um 20:00 Uhr
im Nordpol, Münsterstraße 99
44145 Dortmund

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Zur AfD an der Hochschule

Die morgige Podiumsdiskussion zu parteipolitischen Positionen vor der Landtagswahlen wird trotz Protesten mit der AfD stattfinden. Das Rektorat der TU Dortmund betonte in einer Stellungnahme, bei den Veranstaltenden, dem Autonomen Schwulenreferat, keinen Einfluss auf die Besetzung des Podiums genommen zu haben. Das ASR bleibt bei seiner Einladung an die AfD, um „eine umfassende und unabhängige Veranstaltung zu organisieren“ – ja, auch mit einer Partei, die rassistische, antisemitische, völkische, nationalistische geschichtsrevisionistische, homo-, lesben-, trans-, -queerfeindliche Positionen vertritt.

Hier gehts zur Veranstaltungsankündigung und einer Stellungnahme des ASR:
https://www.facebook.com/Schwulenreferat.Dortmund/posts/1296769690400184

Hier andere Stellungnahmen zur Veranstaltung:

„Nationalismus ist keine Alternative – auch nicht im Hörsaal“
http://de.indymedia.org/node/11677

Stellungnahme des AStA der FH Dortmund:
https://www.studierbar.de/stellungnahme-zur-podiumsdiskussion-landtagswahl-an-der-tu-dortmund/