Stellungnahme des FGR zum Projekt „Dortmund den Dortmundern“

Aus der letzten Ausgabe der „Lotta“ (Antifaschistische Zeitung aus NRW, Hessen und Rheinland Pfalz) haben wir erfahren, dass es in Dortmund bald ein aus Bundesmitteln finanziertes Projekt mit dem skurrilen Namen „Dortmund den Dortmundern“ geben soll.
Wir sind entsetzt über das Projektvorhaben und die Kooperation bzw. mögliche Beteiligung, insbesondere der Stadt Dortmund – Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, sowie des Jugendrings Dortmund. Diese unterstützen uns zur Zeit bei der Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“.
Wir lehnen die Einbeziehung von Neonazis an jeglichen Projekten und Aktionen, die über Nazis aufklären sollen und rechtes Gedankengut bekämpfen wollen, grundsätzlich ab. Es ist aus unserer Sicht unverantwortlich, geschulte Nazikader gegen Jugendliche antreten zu lassen und ihnen eine Plattform zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie zu bieten. Außerdem ist es absolut inakzeptabel, Nazis als gleichberechtigte „Spielpartner_innen“ zu akzeptieren, wie es in dem Projektantrag des Trägers „multilateral academy“ beabsichtigt zu sein scheint.
Wir möchten uns hiermit von einem solchen Umgang mit Nazis deutlich distanzieren und fordern die Kooperationspartner_innen des Projekts zu einer Stellungnahme bezüglich dessen und im Zweifelsfall zu einem Rückzug aus dem Projekt auf.


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