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Kein Schlussstrich unter den NSU

Pressemitteilung

Gestern (11. Juli) fand an den Dortmunder Katharinentreppen eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Schlussstrich unter den NSU“ statt. Ein Jahr ist das Urteil im Münchener NSU-Prozess nun her. Noch immer herrscht Wut über das aus Sicht vieler Hinterbliebener unzureichende Verfahren und offene Fragen. Darum hat das Bündnis „Tag der Solidarität | Kein Schlussstrich Dortmund“ eine Kundgebung an den Dortmunder Katharinentreppen veranstaltet. Mit einer Wanderausstellung und einer Audioinstallation mit Statements von Angehörigen der NSU-Opfer hat das Bündnis ihre Perspektiven sichtbar gemacht und Forderungen angebracht: „Es darf keinen Schlussstrich unter den NSU geben“, fordert Marie Kemper, Pressesprecherin des Bündnisses. „Der Prozess ist nun ein Jahr vorüber, aber die Kritik am Rassismus und der Untätigkeit der Behörden bleibt, genauso wie die blinden Flecken, die der Prozess gelassen hat.“ (mehr…)

„Kein Schlussstrich unter den NSU“ – Kundgebung zum Jahrestag im NSU-Prozess

Logo Schriftzug Kein Schlussstrich

Vor einem Jahr wurde im ersten NSU-Prozess vor dem Münchener Oberlandesgericht das Urteil gesprochen. Noch immer sind viele zentrale Fragen unbeantwortet, die versprochene „vollständige Aufklärung“ scheint weiter entfernt denn je. Zum Jahrestag am Donnerstag, 11. Juli, erinnert das Dortmunder Bündnis „Tag der Solidarität | Kein Schlussstrich Dortmund“ von 16 bis 20 Uhr an den Katharinentreppen am Hauptbahnhof an die Opfer des rechten Terrornetzwerks und die vielen offenen Fragen. (mehr…)

„IUVENTA“ am 10. Juli im IBZ

Die Iuventa.

Im Herbst 2015 gründete eine Gruppe junger Menschen die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfundingkampagne sammeln sie Geld, kaufen einen umgebauten Fischkutter und starten mit ihm ins Mittelmeer. Die bewegende Geschichte des Schiffes hat der Regisseur Michael Cinque verfilmt. Gemeinsam mit der Seebrücke Dortmund, dem AStA der TU Dortmund Jugend rettet und „Grenzenlose Wärme“ zeigen wir den Film am MIttwoch, 10. Juli, im Internationalen Begegnungszentrum am Campus der TU Dortmund. (mehr…)

Kein Schlussstrich! Demonstration zum Tag X im NSU-Prozess

Kein Schlussstrich Grafik TAG X | 19 Uhr | Dortmund Reinoldikirche
Demonstration am Tag der Urteilsverkündung | Gemeinsam auf die Straße!

Nach mehr als fünf Jahren und mehr als 400 Prozesstagen geht vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. zu Ende. Für das Gericht wird es wohl der Abschluss des NSU-Komplexes sein.

Doch für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte. Auch bleiben wichtige Fragen zur Rolle des Verfassungsschutzes und anderer Ermittlungsbehörden welche dem Nazi-Trio den Weg bereiteten ungeklärt und unangetastet, was für eine demokratische, offene Gesellschaft eine Schelte ins Gesicht darstellt. Darum wollen wir mit Euch am Tag der Urteilsverkündung auf die Straße gehen und sagen: Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären

Mehr Infos: www.facebook.com/keinschlussstrichdortmund

Den gesamten Aufruf dokumentieren wir hier: (mehr…)

Der NSU und institutioneller Rassismus – mit Seda Basay-Yildiz

Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in Dortmund ermordet. Er war das achte Todesopfer des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds. Dass die terroristische Gruppe 13 Jahre lang im Untergrund agieren und zehn Menschen ermorden und mindestens drei Bombenanschläge verüben konnte, liegt auch daran, dass Sicherheits- und Justizbehörden in ihrer Arbeit strukturell versagt haben. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn von strukturellem und institutionellem Rassismus die Rede ist? Und warum richtet sich Aufmerksamkeit so oft auf die Täter_innen und so wenig auf die Opfer? Das erörtert am 23. April Seda Basay-Yildiz, Nebenklagevertreterin der Familie Şimşek im NSU-Prozess, am Campus der TU Dortmund. (mehr…)

Stadtgespräche: Let’s talk about Europe

Flyer Stadtgespräche Unter dem Stichpunkt „Stadtgespräche“ soll es in Zukunft regelmäßig Verstanstaltungen zu politischen und/oder kulturellen Themen geben. Im Vorfeld des Naziaufmarsches am 14. April widmet sich die Gruppe in der Premiere der Stadtgespräche am 7. April dem Thema Europa und der europäischen Krise. Finanzkrise, Brexit, das anhaltende Sterben im Mittelmeer: Europa kriselt und der Rechtspopulismus ist im Aufwind. Welche Antworten haben Linke auf die Krise Europas? (mehr…)

Tag der Solidarität am 4. April 2018

Plakatmotiv zum Gedenken an Mehmet Kubasik Am 4. April jährt sich die Ermordung von Mehmet Kubaşık durch den selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrund. Zum Gedenken an ihn und alle Opfer des NSU-Terrors veranstaltet das Bündnis „Tag der Solidarität“ jedes Jahr eine Demonstration und eine Reihe von Veranstaltungen. Die zentrale Demonstration beginnt am 4. April um 18 Uhr am Tatort, Mallinckrodtstraße 190.

12 Jahre ist es her, dass der Dortmunder aus rassistischen Motiven von Neonazis ermordet wurde. Jahrelang haben Betroffene – Angehörige der Ermordeten, Betroffene der Bombenattentate – darauf hingewiesen, dass die Täter in der rechten Szene zu suchen seien, doch erst als der NSU sich 2011 selbst enttarnte, wurde ihnen Glauben geschenkt.

Das Forum gegen Rassismus ist Teil des Bündnisses „Tag der Solidarität“, das jährlich das Gedenken an Mehmet Kubaşık und alle Opfer des NSU-Terrors organisiert. Der Aufruf des Bündnisses und weitere Informationen sind hier zu finden: tagdersolidaritaet.wordpress.com

Vortrag am 11.1.: Kampf um Katalonien — Demokratische Revolution oder bornierter Regionalismus?

Den vielzitierten Kampf um die Bilder hat die katalanische Unabhängigkeitsbewegung klar für sich entscheiden können. Spanische Polizeieinheiten prügeln auf alte Menschen ein, die nichts tun wollen, als Wahlzettel in eine Urne schmeißen. Aber reicht die Rolle als Underdog um sich mit den Katalanen zu solidarisieren? Was bezwecken diese eigentlich mit der Abspaltung? Ist das noch irgendwie links oder nur dumpfer Nationalismus? (mehr…)

Und nun.

Her mit dem schönen Leben (c) Peer Wenmakers Der Einzug der AfD in den Bundestag muss vor allem bedeuten, Nazis und Rassist*innen noch entschlossener entgegen zu treten, und vor allem solidarisch zu sein mit allen, die als „Fremde“, „Andere“, „weniger-Werte“ wahrgenommen, diskriminiert und ausgeschlossen werden. Den Mund aufmachen, wenn People of Colour bedrängt, angegriffen, beleidigt werden, wenn sie als einzige am Bahnhof kontrolliert werden. Einschreiten, wenn dieses „sich die AFD-Wähler*innen zurückholen“ bedeutet, die Positionen der Rassist*innen zu übernehmen (zum Beispiel, wenn Studiengebühren von Nicht-EU-Ausländer*innen erhoben werden). Wenn andere die Hoheit darüber erringen wollen, wen und wie Menschen lieben, küssen, heiraten oder nicht heiraten dürfen. Widersprechen, wenn sich die Regierung für Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete feiert. Zivilisatorische Grenzen nicht weiter einreißen lassen. Allen, die auf Hass, Abschottung, Menschenfeindlichkeit setzen, immer zeigen, dass sie nicht Recht haben, sie nicht die Mehrheit sind. Es wird schwer, es wird scheiße. Aber es muss sein. (Bild: Peer Wenmakers (CC-BY-SA 3.0))